Rainer Küchl

 

Erster Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Staatsopernorchesters

 

Rainer Kuechl_1.JPGRainer Küchl, 1950 in Waidhofen/Ybbs geboren, begann mit dem Violinstudium im Alter von 11 Jahren. Von 1964-1970 folgte das Studium bei Prof. Franz Samohyl an der Wiener Musikakademie, der heutigen Musikuniversität. Seit 1971 ist er Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters, seit 1992 Erster Konzertmeister beider Orchester.. 1972 erhielt Rainer Küchl zusätzlich die Position des Konzertmeisters der Hofmusikkapelle.

Gleichzeitig internationale solistische Tätigkeit, wofür ihm 1973 der Mozart-Interpretationspreis verliehen wurde.
Im selben Jahr erfolgte die Gründung des Küchl-Quartetts (im Ausland als Wiener Musikverein-Quartett bekannt). Seit 1976 hat das Quartett einen eigenen Zyklus im Brahmssaal des Wiener Musikvereins. 1978 wurde dem Quartett die Mozart-Medaille der Mozartgemeinde Wien verliehen.

Im Herbst 1982 Berufung zum ordentlichen Professor und Leiter einer Violinklasse an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien statt. Außerdem erhielt er eine Gastprofessur in Japan.

Rainer Küchl spielte zahlreiche Konzerte im In- und Ausland mit vielen großen Orchestern und Dirigenten (u. a. Böhm, Abbado, Bernstein, Muti).
Seit 1985 ist er Leiter des Wiener Ringensembles, das sich in erster Linie mit Walzermusik gemäß der Tradition der Wiener Philharmoniker beschäftigt. Im selben Jahr wurde ihm das Goldene Verdienstzeichen des Bundeslandes Salzburg, 1988 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und 1994 das Große Ehrezeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Im darauf folgenden Jahr fungierte er beim 50-jährigen Jubiläum der UNO unter Sir Georg Solti als Erster Konzertmeister des „World Peace Orchestra". 1998 wirkte er gleichfalls als Erster Konzertmeister bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Nagano unter Seiji Ozawa mit.

Im Jahr 2001 wurde Rainer Küchl zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. 2010 ernannte ihn die japanische Stadt Kawasaki zum
„Botschafter der freundschaftlichen Beziehungen". Im gleichen Jahr Verleihung des „Ordens der aufgehenden Sonne mit goldenen Strahlen am Band" durch die japanische Regierung.

Rainer Küchl spielt die „Chaconne", gebaut 1725 von Antonio Stradivari, welche ihm von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird.