Die Propstei


Das Propsteigebäude zu Aflenz

 

Im Jahr 1025 wurde Aflenz erstmals urkundlich erwähnt, als Staufenkaiser Konrad III das gesamte Aflenzertal seiner Schwägerin Beatrix, der späteren Gemahlin des Eppensteiners Herzog Adalbero von Kärnten, zum Geschenk machte - die in manchen Geschichtsbüchern nachzulesende Erwähnung einer Kirchweihe im Jahr 875 ist urkundlich nicht belegbar.

 

Herzog Heinrich III, ein Enkel Adalberos, überschrieb 1103 das gesamte Aflenzertal dem Stift St. Lambrecht.

 

1151 fand man hier bereits eine Klosterniederlassung mit 5 Mönchen. Kurz nach der Gründung der Zelle in Aflenz stellte sie Papst Hadrian IV unter seinen besonderen Schutz. Die Hauptaufgabe der dort wirkenden Mönche bestand - gemäß päpstlichem Auftrag - in der Seelsorge wie  auch der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen des Stiftes. Bis 1848 wurden von den St. Lambrechter Äbten als Grundherren von der Propstei aus das gange Aflenzertal verwaltet.

 

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1157 brach von der Propstei Mönch Magnus mit einer aus Lindenholz geschnitzten Marienstatue auf um einem inneren Ruf folgend den weltberühmten Marienwallfahrtsort Mariazell zu gründen.

1342 wird das Vogteirecht gewährt.

Im Jahr 1506 besucht Maximilian I Aflenz und hält über eine Woche in der Propstei Hof.

In der Zeit von 1660 bis 1693 wird die Propstei durch den italienischen Stiftsbaumeister Domenico Sciassia umgebaut und barockisiert - allerdings wurden diese Arbeiten nie fertiggestellt, so daß der N-Flügel bis heute in seiner mittelalterlichen Baustruktur erhalten geblieben ist.

1747 entstehen die Stukkaturen in den Festsälen.

Die Pfarrkirche des heiligen Petrus erhielt bereits 1066 Pfarrechte, und wurde in der Zeit von 1490 - 1503 erweitert und umgebaut. Presbyterium 1471, der spätgotische Karner wurde 1517 errichtet.

Die Glocken der Pfarrkirche stammen aus den Jahren 1446, 1475 und 1648

Die kunstgeschichtliche Bedeutung der Aflenzer Pfarrkirche liegt vor allem in der über die gesamte Breite stützenlos gespannte Netzrippenwölbung des Langhauses, die zu den interessantesten und kompliziertesten Gewölbestrukturen der steirischen Spätgotik zählt. Einzigartig für die Steiermark sind die frei aufsteigenden Gewölberippen mit den darunter angebrachten Apostelbüsten. Von besonderem Wert ist - neben dem romanischen Kruzifix - die gesamte spätgotische Bauplastik, sowie das Südportal.

1960 erwarb Johann Pengg von Auheim dieses alte Propsteigebäude.

Erste Renovierung durch die Familie Pengg.

 

Propstei vom Garten aus.jpg2008 gründete Bergrat DI Gottfried Pengg gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Marcus Paar die Propstei Aflenz GmbH, mit dem Zweck dieses altehrwürdige Gebäude zu revitalisieren und dem Aflenzer Raum sein altes historisch - kulturelles Zentrum wieder erstehen zu lassen.

2008 / 2009 zweite umfassende Renovierung durch die Familie, die Arbeiten werden laufend fortgesetzt.

 

 

 

www.propstei-aflenz.com

 

 

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