Küchl-Quartett

 

(Im Ausland und auf CD Wiener Musikvereinquartett)

 

 

Das Küchl-Quartett wurde 1973 gegründet. Seit 1976 gestaltet es einen eigenen Abonnementzyklus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und setzt so die seit 1849 bestehende Tradition eines Quartett-Zyklus im Musikverein fort. Aus diesem Grunde tritt das Ensamble - speziell im Ausland und auf Platten auch als „Wiener Musikvereinquartett" auf. 1978 wurde ihm die Mozart - Medaille der Mozart Gemeinde Wien verliehen.

Das Quartett konzertiert häufig im in- und Ausland und wirkte bei den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen und der Salzburger Mozartwoche, dem Carinthischen Sommer Ossiach sowie bei Festivals in Passau, Bologna, Montreux und Flandern mit.   

In verschiedenen Kammermusik Formationen hat es auch mehrere Schallplatten aufgenommen Fast alle wichtigen Werke der klassischen Quartettliteratur standen im Laufe der Jahre auf dem Programm. Die Werke der Wiener Klassik bilden dabei einen Schwerpunkt des Repertoires doch werden auch immer wieder Kompositionen des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Zahlreiche CD Einspielungen u. a. sämtlicher Streichquartette

L. v. Beethovens.

 

Rainer Küchl     1. Violine

1950 in Waidhofen an der Ybbs geboren. Violinstudium an der Musikakademie in Wien bei Prof. Franz Samohyl. Zahlreiche Solokonzerte im In- und Ausland. Mit 21 Jahren Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Träger des Mozart -Interpretationspreises 1973. Im 1982 Berufung als ordentlicher Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1985 Leiter des Wiener Ringensembles. Im selben Jahr, Verleihung des Goldene Verdienstzeichens des Bundeslandes Salzburg. 1988 erhielt er das Österreichsche Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und 1994 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Im Jahre 2001 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. 2010 ernannte ihn die japanische Stadt Kawasaki zu einem „Botschafter der freundschaftlichen Beziehungen". Im gleichen Jahr bekam er einen Orden von der japanischen Regierung, den „Orden der aufgehenden Sonne mit goldenen Strahlen am Band".

 

Rusanda Panfili   2. Violine

Die Künstlerin wurde 1988 in Chischinau, Moldawien geboren, und erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von 7 Jahren an der George Enescu Schule in Bukarest. Im Jahr 2000 wurde sie Studentin von Alexander Arenkow am Konservatorium der Stadt Wien, 2003 bestand sie trotz ihrer Jugend die Aufnahmeprüfung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bravourös, und studiert seither in der Klasse von Christian Altenburger. Rusanda Panfili ist Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe. Beim "Orpheus" WB 1997 in Rumänien, beim Internationalem WB "Societa Jupiter" 2000 in Arenzano, Italien, beim "Fidelio" WB 2002 und 2003 in Wien wurde sie jeweils mit dem ersten Preis ausgezeichnet, ebenso im Internationalen WB"Andreea Postacchini" 2001 in Fermo, Italien, 2005 im Internationalen "Louis Spohr" WB. Im August 2007 gewann sie den "Prof. Dichler" Wettbewerb, 2007 den dritten Preis im berühmten Wettbewerb "Rodolfo Lipizer" in Italien und 2009 den ersten Preis beim "Stephanie Hohl" WB in Wien. 2003 wurde Rusanda Panfili von einer Fachjury einstimmig für das "Herbert von Karajan Stipendium" ausgewählt, 2004 konnte sie sich für eine Förderung durch Yamaha International qualifizieren und im Jahr 2010 wird sie von der Tokyo Stiftung gefördert.

Das Repertoire der Geigerin breit gefächert. Neben Violinkonzerten von Bach, Bruch, Mendellsohn, Paganini, Glasunov, Tschaikowsky, Prokofiev und Vieuxtemps spielt sie Sonaten von Beethoven, Brahms, Mozart, Franck und Grieg sowie Kompositionen von Ravel, Saint-Saens, Sarasate und Paganini. Die regelmäßige Teilnahme an Kammermusikprojekten ist ein fixer Bestandteil in ihren Aktivitäten.

Rusanda Panfili spielt eine Violine des italienischen Meisters Lorenzo Storioni Cremona ca. 1780, die ihr aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurde.

 

Heinz Koll       Viola

Geboren in Wien 1951
Studium an der Musikhochschule Wien bei Fr. Prof. Steinbauer und Prof. Samohyl.
1975 Diplom mit Auszeichnung.
Im selben Jahr Solobratschist des N.Ö.Tonkünstlerorchesters.
1976 - 1980 Solobratschist der Wr. Symphoniker.
1980 Nah Ost Tournee als Solist.
Solistische Auftritte mit den N.Ö. Tonkünstlern und anderen Orchestern.
Seit 1980 Solobratschist des Staatsopernorchesters und der Wr. Philharmoniker.
Seit 1987 Mitglied des Musikverein Quartetts ( Küchl Quartetts ) mit einem Zyklus im Musikverein.
Mit den Wr. Philharmonikern Konzerte als Solist, unter anderem bei der Salzburger Mozartwoche und Mozarts „Concertante" mit Rainer Küchl und Zubin Mehta bei der Eröffnung des Mozartjahres 1991 im Wiener Musikverein.
Im selben Jahr Richard Strauß's Don Quixote CD - Aufnahme mit Franz Bartolomey und Andre Previn.
2001 folgte eine Aufführung des selben Werkes zusammen mit Mstislaw Rostropowitsch und Seji Ozawa.
2004 Solo CD Aufnahme in der Reihe Philharmonische Solisten.
Solo- und Kammermusiktournee im Sommer 2004 in die USA. Es folgte die Aufführung der „Concertanten" von Mozart in Spanien.
Das selbe Werk im Wr. Musikverein mit Zubin Mehta im Dezember 2005.
2006 Soloauftritt mit Don Quixote in Nagoya, Japan.
Seit mehreren Jahren Dozent mit solistischen und kammermusikalischen Auftritten beim Pacific Music Festival Sapporo in Japan.
Masterclasses an der Manhattan School of Music N.Y. und an der USC in Los Angeles.

 

 

 

Edison Pashko     Violoncello

Der Cellist Edison Pashko wurde in Korca, Albanien geboren. Seinen
ersten Cello-Unterricht erhielt er bei
Kostika Tanto. Nach dem Abitur 1993 Studium an der Musikhochschule Graz
bei Florian Kitt und später in Wien bei Valentin Erben. Diplom mit
Auszeichnung.
Regelmäßige Aktivitäten im RSO Wien, in der Wiener Volksoper, der Wiener
Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern. Solocellist der Wiener
Kammerphilharmonie und der Ensembles Wiener Collage und der 'Reihe'.
Seit 2010 Mitglied des Orchesters der Wiener Staatsoper.
Zahlreiche Kammermusikauftritte mit Ensembles der Wiener Philharmoniker.